Paidmailer – Intro 2

Das hat vor allem zu einem geführt – zu einem rassanten Preisverfall. Während früher die Anzahl der Empfänger solcher Paidmails relativ gering war und man froh war, über solche Kanäle Kunden zu erreichen und diese die Angebote auch ziemlich gut annahmen, hat heute Jeder Internetzugang, man ist von der Werbeflut satt und die Resonanz auf diese Art der Werbung ist immer geringer geworden. Damit und durch immer mehr Nachahmer und Anbieter im Paidmailbereich und den damit verbundenen Konkurrenzdruck, wurden die Vergütungen für solche Paidmails immer geringer.

Woraus sich wieder als Folge die Anzahl der Empfangswilligen reduzierte. Dazu kam noch die Ausweitung und Einführung des sogenannten Affiliate-Marketings. Das bedeutet praktisch nichts weiter, als das man die Arbeit der Werbung an die Affiliates abgibt, die, so die optimale Variante, die Werbung für die Produkte in themenrelevanten Webseiten direkt an die jeweilige Zielgruppe weitergeben. Damit werden Vergütungen an die Affiliates nur fällig, wenn tatsächlich für den Auftraggeber auch ein Verkauf und damit Gewinn entstanden ist. Das Risiko wirkungslos verpuffter Werbung wird auf die Affiliates verlagert.

Die Mitglieder und Sponsoren in den Paid4-Portalen sind heutzutage also meist nicht die großen Firmen, sondern in der Regel kleine, private Firmen, Internetshops, Affiliates und Privatpersonen, welche die eigene Homepage vermarkten oder eigene Produkte (Standardbeispiel E-Book) vermarkten.

Dabei sind die Teilnehmer, so die angestrebte Regel, immer Beides – sowohl Sponsor als auch Kunde. Denn nur so funktioniert das Ganze. Man sieht sich die Werbung der anderen an, erhält seine Vergütung und kann diese in Werbung für eigene Zwecke investieren. Bei passender Werbung wird man selbst zum Kunden. Desto mehr Mitglieder teilnehmen, desto höher die Wahrscheinlichkeit das andere Teilnehmer zu Kunden für das eigene Produkt werden und man selber findet auch eher etwas Interessantes für sich und wird zum Kunden für andere.

Natürlich gibt es dabei auch zwei andere Gruppen. Das sind zum einen die, welche nur die Werbung konsumieren und die anderen, die gegen ein entsprechendes Entgelt an den Portalbetreiber, nur Werbung schalten.

Beide Gruppen betrachte ich mit einem gewissen Argwohn. Die erste Gruppe wird auch heute noch regulär mit dem Versprechen gekapert, man könnte alleine mit Paidmailen Geld verdienen. Das dieses Versprechen aber, siehe oben, nicht aufgeht, wird den Betreffenden schnell klar und sie verschwinden wieder. Zwar gehen entsprechende Modelle, die dann noch mit Refs und MLM-Strukturen rechnen theoretisch auf, aber praktisch sind diese nicht wirksam. Die negative Wirkung dieser Art von Marketing/Rekrutierung ist auch für die Portalbetreiber verheerend.

 

Die zweite Gruppe ist zwar für den Portalbetreiber im ersten Moment gut, aber desto größer diese Gruppe wird und desto kleiner die Gruppe der gleichzeitig Konsumierenden wird, desto eher stirbt ein solches Portal, da keiner mehr seine mit der Werbung verbundenen Ziele erreicht. Das System stirbt wie die Mühlen am Ufer eines langsam versiegenden Flusses.

Die Lösung kann nur in der Stärkung der zweiten Gruppe liegen, also derer, die sowohl ihre eigenen Produkte und Webseiten vermarkten bzw. Werbung machen und parallel dazu auch aktiv die Werbung der anderen Teilnehmer konsumieren. Das ist zwar für alle mit einem gewissen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden, aber die einzige nachhaltige Möglichkeit.

Praktisch spiegelt sich das in der Etablierung des Modells der manuellen Besuchertauschportale wider. Man muss manuell Seiten anderer besuchen und erhält in etwa genau so viele Gegenbesucher. Das Modell gibt es auch in automatisierter Form mittels der sogenannten Surfbars. Wobei diese weniger für Besucher, sondern vielmehr für reinen Traffic (Seitenaufrufe) sorgen.

 

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