Dieser Bericht analysiert die Funktionsweise des YouTube-Shorts-Algorithmus und beantwortet die Fragen, warum YouTube Shorts an Relevanz gewinnen, wie sie Aufrufe generieren und wie man sie optimieren kann, um viral zu gehen.
Wesentliche Fakten
- Relevanz von Shorts: YouTube Shorts, kurze Hochkantvideos für Mobilgeräte, passen perfekt zur sinkenden Aufmerksamkeitsspanne (Stand März 2025). Nutzer können schnell weiterwischen, was die Reichweite neuer Kanäle steigert.
- Aufrufzahlen: Neue Kanäle erhalten mit Shorts oft schnell viele Aufrufe (1.000–3.000 als Durchschnitt), aber es gibt auch Flops mit wenigen Views.
- Studie: Pdy Galloway analysierte über 5.000 Shorts großer englischsprachiger Kanäle und lieferte Daten zu Zuschauerbindung und Aufrufen.
Wie zählt YouTube Aufrufe bei Shorts?
- Unterschied zu TikTok/Instagram: Anders als TikTok (Sofortzählung beim Wischen) oder Instagram (mindestens 3 Sekunden für einen Aufruf) zählt YouTube einen Aufruf erst, wenn der Nutzer Interesse zeigt. Genau definierte Sekunden fehlen, aber ca. 3 Sekunden gelten als plausible Grenze (ähnlich Instagram).
- Effekt: Kurze Views (<3 Sekunden) werden nicht gezählt, was erklärt, warum TikTok schneller Aufrufe generiert.
Funktionsweise des Shorts-Algorithmus
- Unterschied zu langen Videos: Shorts sind ein eigenes Medium mit anderen Prioritäten als lange Videos. Einfache Ausschnitte funktionieren nicht; spezifische Optimierung ist nötig.
- Ziel: Der Algorithmus maximiert Engagement und Watch Time, basierend auf Zuschauerinteresse, nicht nur auf technische Faktoren.
Schlüsselmetriken
- Retention Rate:
- Fakt: Über 60 % der Zuschauer müssen ein Short ansehen („Angesehen oder weggewischt“ in Analytics), um viele Aufrufe zu erzielen (Galloway-Studie). Unter 60 % sinken die Chancen.
- Beispiel: Bei 60+ % Retention steigen Aufrufe
- Watch Time:
- Fakt: Shorts mit über 50 Sekunden durchschnittlicher Zuschauerbindung erhalten doppelt so viele Aufrufe wie solche mit 40–50 Sekunden; unter 10 Sekunden floppen (Galloway-Studie).
- Loop-Effekt: Wiederholtes Ansehen (Autoloop) erhöht Watch Time erheblich.
- Einstieg (Hook):
- Fakt: Die ersten 3 Sekunden entscheiden, ob Nutzer bleiben. Visuelle Elemente sind entscheidend, da viele stumm schauen.
Aufrufmuster
- Initialer Boost: Shorts erhalten in den ersten Stunden bis Tagen (24–72 Stunden) viele Aufrufe, dann flacht die Kurve oft ab. Bei Erfolg kann der Anstieg verzögert sein, bleibt aber steil.
- Durchschnitt: 1.000–3.000 Aufrufe sind solide; unter 1.000 deuten auf Fehler hin.
Optimierungstipps
- Einstieg: Visuell starke, neugierige ersten 3 Sekunden (kein Thumbnail im Shorts-Feed).
- Retention: Spannung über 50+ Sekunden oder Loop-tauglich halten.
- Regelmäßigkeit: Keine feste Frequenz nötig, aber häufiges Hochladen hilft beim Testen.
- Hashtags: Nur bei Trends sinnvoll, kein großer Einfluss.
- Thumbnails: Frame-Auswahl möglich, aber im Shorts-Feed irrelevant.
Spezifische Fragen
- Thumbnails: Wenig Einfluss im Feed; Fokus auf Videoanfang.
- Hochladefrequenz: Keine magische Zahl; Qualität über Quantität.
- Tageszeit: Egal, außer bei News (Schnelligkeit zählt).
- Wiederhochladen: Riskant (Spam); besser neu optimieren.
- Vorteile: Reichweite, Abonnentengewinn, Cross-Promotion zu langen Videos.
- Ein Kanal: Besser als separate Kanäle; Algorithmen arbeiten unabhängig.
- Community: Möglich via Kommentar-Shorts, aber lange Videos effektiver.
- Geld: Einnahmen über Werbe-Shorts im Partnerprogramm; gering, aber möglich.
Fazit
Shorts bieten neuen Kanälen schnelle Reichweite (1.000–3.000 Aufrufe), erfordern aber starke Retention (60+ %) und Watch Time (50+ Sekunden). Der Algorithmus priorisiert Zuschauerinteresse über technische Tricks. Optimierte Einstiege und Loops sind Schlüssel zum Viralgehen.